Erfahrung ist wichtig. Stillstand nicht.

„Wieso sind Sie der Meinung, dass Sie eine Verwaltung mit über 400 Mitarbeitenden leiten können?“

Meine Antwort ist ganz einfach: Warum denn nicht?

Weil ich nicht seit Jahrzehnten im Rathaus von Bad Harzburg gearbeitet habe? Ich halte es für zu kurz gedacht, dass nur jemand eine Verwaltung führen kann, der dort bereits viele Jahre tätig war.

Natürlich habe ich Erfahrung. Ich bin 47 Jahre alt, Mutter von zwei Kindern und habe viele Jahre Berufserfahrung. Ich habe bei einem großen Automobilhersteller gearbeitet und bin heute im öffentlichen Dienst bei der Bundesagentur für Arbeit tätig. Ich kenne Strukturen, Abläufe und Prozesse. Seit 2021 sitze ich im Stadtrat und im Kreistag und beschäftige mich intensiv mit den Themen unserer Stadt und unseres Landkreises.

Ich weiß, was Verantwortung bedeutet. Und ich weiß auch, dass gute Führung mehr ist, als Verwaltung am Laufen zu halten.

Deshalb möchte ich auch einmal eine andere Frage stellen:

Was hat Bad Harzburg in den vergangenen Jahren eigentlich aus eigener Kraft entwickelt?

Ich möchte die vergangenen 24 Jahre Verwaltungsleitung nicht schlechtreden. Es gab sicher gute Entscheidungen und wichtige Entwicklungen.

Aber wir müssen uns auch ehrlich fragen dürfen: Wo sind die großen eigenen Ideen der Stadt? Wo ist der Plan für Bad Harzburg in zehn oder zwanzig Jahren? Wo hat die Stadt selbst Entwicklungen angestoßen und konsequent vorangetrieben?

Vieles, was unsere Stadt in den vergangenen Jahren bewegt hat, kam von Investoren und privaten Initiativen, vom WipfelErlebnisWelt-Projekt über den Märchenwald bis hin zu Hotel- und Wohnprojekten.

Das ist gut. Wir brauchen Investoren.

Aber wir dürfen nicht darauf warten, dass andere die Ideen für unsere Zukunft entwickeln.

Wir brauchen eine Stadt, die selbst gestaltet.

Auch bei Themen wie erneuerbaren Energien, Wirtschaft, Innenstadtentwicklung oder Infrastruktur brauchen wir aus meiner Sicht mehr als einzelne Entscheidungen. Wir brauchen eine klare Vorstellung davon, wo Bad Harzburg langfristig hinwill.

Ich möchte nicht, dass unsere Verwaltung nur reagiert, wenn etwas von außen an sie herangetragen wird.

Ich möchte eine Verwaltung, die selbst Ideen entwickelt, Chancen erkennt, Projekte anstößt und diese gemeinsam mit Rat und Bürgerschaft umsetzt.

Ein Rathaus, das funktioniert. Und eine Stadt, die vorankommt.

Dazu gehört für mich auch ein Rathaus, in dem die Mitarbeitenden gerne arbeiten, in dem gute Führung stattfindet und in dem moderne Lösungen für Fachkräftemangel, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und neue Arbeitsformen entwickelt werden.

Dazu gehört ein Bürgermeisteramt, das für die Bürgerinnen und Bürger erreichbar ist. Zuhört. Ansprechbar ist. Beschwerden ernst nimmt und Probleme nicht einfach weiterreicht.

Und dazu gehört ein vernünftiger Umgang mit unseren Finanzen.

Natürlich müssen wir sparsam und verantwortungsvoll mit Steuergeld umgehen. Aber Sparen allein ist noch keine Zukunftsstrategie.

Wir müssen genauso darüber sprechen, wo wir sinnvoll investieren müssen – in Straßen, Gebäude, Schulen, Infrastruktur, Tourismus und unsere Innenstadt. Denn wer heute notwendige Investitionen immer weiter aufschiebt, spart nicht wirklich. Er verschiebt die Rechnung nur in die Zukunft.

Bad Harzburg braucht mehr Mut.

Ich möchte unsere Stadt nicht schlechtreden. Im Gegenteil.

Ich sehe das große Potenzial, das in Bad Harzburg steckt.

Wir haben unsere Lage. Wir haben den Harz. Wir haben Tourismus, Wirtschaft, Vereine, engagierte Menschen und eine starke Stadtgemeinschaft.

Aber dieses Potenzial müssen wir auch nutzen.

Wir wollen Bad Harzburg nicht einfach nur als Kurstadt erhalten.

Wir wollen Bad Harzburg zu einer herausragenden Kur- und Tourismusstadt weiterentwickeln.

Dafür brauchen wir eigene Ideen. Dynamik. Durchsetzungsvermögen. Mut, auch einmal neue Wege zu gehen. Und den Willen, Dinge wirklich anzupacken.

Ich möchte nicht nur verwalten, was ist. Ich möchte gestalten, was werden kann.

Das ist mein Anspruch an Führung.

Das ist mein Verständnis von Verantwortung.

Und genau dafür trete ich als Ihre Bürgermeisterkandidatin an.

Lebendige Stadt & starke Wirtschaft

Eine lebendige Stadt entsteht dort, wo Wirtschaft, Tourismus und Gemeinschaft zusammenwirken. Unsere Stadt hat enormes Potenzial, wir müssen es nutzen, stärken und weiterentwickeln.

Innenstadt stärken – Leben zurückbringen! Die Innenstadt ist das Herz unserer Stadt. Doch Leerstände und fehlende Angebote bremsen Entwicklung. Ich setze mich dafür ein:

  • Leerstand aktiv reduzieren
  • Mit Vermietern ins Gespräch gehen und Lösungen entwickeln
  • Neue Ideen und Konzepte fördern, die wieder Leben in die Innenstadt bringen

Tourismus gezielt ausbauen! Unsere Stadt hat bereits heute viel zu bieten: Veranstaltungen wie das Salz- und Lichterfest oder die Harzburger Galopprennwoche ziehen viele Besucher an. Dazu kommen starke Attraktionen wie:

  • die Sole-Therme
  • der Baumwipfelpfad
  • die Baumschwebebahn
  • die Burgberg-Seilbahn

Auch unser Golfplatz und viele engagierte Vereine bieten attraktive Möglichkeiten für Einheimische wie für Gäste.

Dieses Potenzial müssen wir besser nutzen und weiter ausbauen!

Wirtschaft aktiv stärken! Eine starke Wirtschaft braucht aktives Handeln statt Abwarten:

  • Regelmäßiger Austausch mit Unternehmen
  • Verlässlicher Ansprechpartner vor Ort
  • Neue Unternehmen gezielt ansprechen und gewinnen

Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass man sich zu wenig um neue Ansiedlungen bemüht. Hier braucht es mehr Engagement und Initiative.

Einzelhandel beleben! Ein attraktiver Einzelhandel sorgt für Lebendigkeit, Arbeitsplätze und Aufenthaltsqualität. Ziel ist es, wieder mehr vielfältige und ansprechende Geschäfte in unsere Stadt zu holen.

Den unteren Stadtteil stärken! Eine starke Stadt denkt an alle Bereiche. Der untere Stadtteil darf nicht vernachlassigt werden. Hier braucht es:

  • Neue Ideen und Impulse
  • Attraktive Geschäfte und Angebote
  • Maßnahmen, die wieder mehr Menschen anziehen

Gemeinsame Potenziale nutzen! Unsere Stadt hat so viel zu bieten, jetzt kommt es darauf an, diese Chancen auch wirklich zu ergreifen. Ich stehe für neue Ideen, klare Ziele und den Willen zur Umsetzung.

schoolgirls sitting in class

Unsere Zukunft beginnt bei unseren Kindern.

Familien sind das Herz unserer Stadt. Kinder und Jugendliche sind ihre Zukunft. Deshalb möchte ich, dass Bad Harzburg und seine Ortsteile ein Ort bleiben, an dem Familien gerne leben, Kinder gut aufwachsen und junge Menschen ihre eigenen Ideen und Perspektiven entwickeln können.

Familienfreundlichkeit beginnt für mich im Alltag: bei guten Betreuungsangeboten, sicheren Schul- und Kitawegen, gut ausgestatteten Einrichtungen und attraktiven Freizeitmöglichkeiten. Dabei müssen wir immer wieder genau hinschauen, was tatsächlich gebraucht wird. Bedarfsgerechte und möglichst barrierefreie Angebote gehören für mich selbstverständlich dazu.

Gute Bedingungen für Kinder

Unsere Schulen und Betreuungseinrichtungen müssen Orte sein, an denen Kinder sich wohlfühlen und gute Voraussetzungen zum Lernen und Aufwachsen haben.

Dazu gehören funktionierende Gebäude, eine zeitgemäße Ausstattung und eine verlässliche Infrastruktur. Auch bei scheinbar kleinen Dingen müssen wir hinschauen, wenn sie für Kinder und Familien im Alltag einen Unterschied machen.

Fördervereine, Eltern und Ehrenamtliche leisten dabei Großartiges. Dieses Engagement verdient Anerkennung und Unterstützung. Gleichzeitig darf ehrenamtliches Engagement nicht dauerhaft dort einspringen müssen, wo eigentlich die öffentliche Hand Verantwortung trägt.

Jugendliche nicht nur ansprechen, sondern zuhören

Jugendliche haben eigene Vorstellungen davon, was ihre Stadt braucht. Deshalb möchte ich nicht nur über Jugendliche sprechen, sondern mit ihnen.

Was fehlt euch?
Wo trefft ihr euch gerne?
Welche Angebote wünscht ihr euch?
Was funktioniert gut und was nicht?

Ich möchte dafür echte Möglichkeiten des Austauschs schaffen und Jugendliche stärker in die Entwicklung unserer Stadt einbeziehen.

Denn Beteiligung bedeutet für mich nicht, einmal eine Veranstaltung zu machen und danach wieder zur Tagesordnung überzugehen. Wenn wir junge Menschen nach ihrer Meinung fragen, müssen wir ihre Ideen auch ernst nehmen.

Räume, Angebote und Perspektiven

Kinder und Jugendliche brauchen Orte, an denen sie sich treffen, Sport treiben, kreativ sein und ihre Freizeit verbringen können und zwar unabhängig davon, ob sie in einem Verein organisiert sind.

Dabei möchte ich auch unsere Ortsteile im Blick behalten. Gute Angebote dürfen nicht ausschließlich in der Kernstadt stattfinden.

Gleichzeitig gehört zur Zukunft junger Menschen mehr als Freizeit. Ausbildung, berufliche Perspektiven und der Kontakt zu unseren Unternehmen sind wichtige Bausteine. Hier sehe ich Chancen, Wirtschaft, Schulen, Vereine und Stadt noch stärker miteinander zu verbinden.

Familien brauchen eine Stadt, die mitdenkt

Familien organisieren jeden Tag vieles gleichzeitig: Beruf, Schule, Betreuung, Vereine, Termine und das ganz normale Familienleben.

Eine familienfreundliche Stadt kann nicht jedes Problem lösen – aber sie kann gute Rahmenbedingungen schaffen und zuhören, wo Unterstützung gebraucht wird.

Deshalb möchte ich Familien stärker in den Blick nehmen und Angebote immer wieder darauf überprüfen:

Sind sie erreichbar? Sind sie bezahlbar? Sind sie bedarfsgerecht? Sind sie barrierearm? Und passen sie noch zu dem, was Familien heute tatsächlich brauchen?

Mein Ziel

Ich möchte ein Bad Harzburg, in dem Kinder gute Startchancen haben, Jugendliche gehört werden und Familien sich willkommen fühlen.

Dafür brauchen wir keine Lösungen von der Stange. Wir müssen miteinander sprechen, Bedürfnisse erkennen und Angebote immer wieder neu denken.

Familien, Kinder und Jugendliche sind keine Randthemen. Sie entscheiden mit darüber, wie unsere Stadt morgen aussieht.

Deshalb möchte ich gemeinsam mit ihnen Zukunft gestalten.

Bad Harzburg 2035, mein Blick nach vorn

 

 

Ihre Bürgermeisterkandidatin

Stefanie Hertrampf