Heute war ich wieder in verschiedenen Stadtteilen und Nebenstraßen unterwegs, um mir vor Ort ein eigenes Bild zu machen. Dabei habe ich viele Eindrücke gesammelt und vor allem mit den Menschen gesprochen, die dort leben.
Was mir dabei erneut aufgefallen ist: An vielen Bürgersteigen sieht man deutlich, dass über Jahre hinweg zu wenig passiert ist. Unebene Wege, beschädigte Pflasterungen und fehlende Absenkungen machen den Alltag unnötig schwer. Als Mutter weiß ich selbst, wie wichtig sichere und gut nutzbare Gehwege sind. Wer mit einem Kinderwagen unterwegs ist, merkt schnell, wo die Probleme liegen. Genauso geht es älteren Menschen mit einem Rollator oder Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind.
Die Gespräche mit den Anwohnerinnen und Anwohnern haben mir gezeigt, wie groß der Frust an manchen Stellen ist. Viele Menschen haben das Gefühl, dass über Jahre hinweg zu wenig passiert ist. Wer täglich über beschädigte Bürgersteige gehen muss, merkt schnell, dass es dabei nicht nur um Komfort geht, sondern um Sicherheit und Lebensqualität. Diese Hinweise nehme ich sehr ernst, denn eine Stadt funktioniert nur dann gut, wenn alle Menschen sich sicher und selbstständig bewegen können.
Besonders wichtig ist mir dabei, dass wir nicht nur auf die großen Straßen oder die Innenstadt schauen. Auch die Nebenstraßen, die Stadtteile und unsere Ortschaften verdienen Aufmerksamkeit. Dort leben Menschen, die jeden Tag dieselben Wege nutzen und dieselben Erwartungen an eine funktionierende Infrastruktur haben. Niemand sollte das Gefühl haben, dass sein Wohngebiet weniger wichtig ist als andere Bereiche unserer Stadt.
Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, erkennt schnell, wo Handlungsbedarf besteht. Viele dieser Probleme sind nicht erst gestern entstanden. Umso wichtiger ist es, dass wir sie jetzt Schritt für Schritt angehen. Nicht alles wird sich von heute auf morgen lösen lassen. Aber entscheidend ist, dass wir hinschauen, zuhören und handeln.
Mein heutiger Rundgang hat mir wieder gezeigt, wie wichtig es ist, regelmäßig vor Ort zu sein und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Denn gute Entscheidungen entstehen nicht am Schreibtisch, sondern dort, wo die Herausforderungen im Alltag tatsächlich sichtbar werden.
