Wenn ich durch Bad Harzburg gehe, sehe ich nicht nur unsere schönen Seiten. Ich sehe auch Dinge, bei denen wir dringend genauer hinschauen müssen.

Straßen, Gebäude, öffentliche Anlagen und unsere Infrastruktur sind vielerorts in die Jahre gekommen. Gleichzeitig fehlt mir eine klare und transparente Übersicht darüber, was eigentlich dringend saniert werden muss und in welcher Reihenfolge wir diese Aufgaben angehen wollen.

Wir können Probleme nicht kleiner machen, nur weil sie teuer oder unbequem sind.

Aufschieben ist keine Lösung.

Das zeigt sich an vielen Stellen in unserer Stadt: bei Straßen und Wegen, bei städtischen Gebäuden, bei öffentlichen Anlagen und auch bei Orten, die eigentlich Aushängeschilder unserer Stadt sein könnten.

Ein Beispiel ist der städtische Biergarten. Ich habe mir die Situation selbst angeschaut. Wenn eine städtische Liegenschaft zunehmend verfällt und gleichzeitig die öffentlichen Toiletten in einem Zustand sind, der unseren Ansprüchen nicht gerecht wird, dann müssen wir uns fragen: Warum lassen wir das eigentlich so weit kommen?

Das ist für mich keine Kleinigkeit.

Es geht um die Frage, wie wir mit unserem Eigentum umgehen. Es geht um Aufenthaltsqualität. Und es geht letztlich auch darum, welchen Eindruck wir unseren Bürgerinnen und Bürgern und unseren Gästen vermitteln.

Gleiches gilt für andere Problemstellen in unserer Stadt, vom Berliner Platz über städtische Gebäude bis hin zu Leerständen, der Fußgängerzone oder der Situation rund um das Wildtiergehege.

Ich möchte nicht, dass wir jedes Jahr aufs Neue über dieselben Probleme sprechen.

Wir müssen endlich anfangen, sie systematisch abzuarbeiten.

Dazu gehört für mich zunächst eine ehrliche Bestandsaufnahme: Welche Straßen müssen dringend saniert werden? Wie ist der Zustand unserer Gebäude? Wo besteht Handlungsbedarf bei Kanälen und Infrastruktur? Was können wir uns leisten und was müssen wir uns leisten?

Dann müssen Prioritäten gesetzt und diese auch konsequent abgearbeitet werden.

Dabei geht es nicht darum, alles gleichzeitig zu machen. Das wäre unseriös.

Aber wir müssen anfangen, einen Plan zu haben und ihn Schritt für Schritt umzusetzen.

Auch personell müssen wir dafür gut aufgestellt sein. Gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Rückgrat einer funktionierenden Stadtverwaltung. Wir müssen sie halten, entwickeln und ihnen die Möglichkeit geben, Verantwortung zu übernehmen.

Und natürlich müssen wir unsere Finanzen im Blick behalten. Solide Haushaltsführung ist wichtig. Aber nachhaltiges Wirtschaften bedeutet für mich auch, notwendige Investitionen nicht immer weiter vor uns herzuschieben.

Denn eines ist klar:

Was wir heute nicht reparieren, wird morgen meistens teurer.

Bad Harzburg hat viele Aufgaben vor sich. Ich möchte sie nicht verdrängen, verschieben oder kleinreden.

Ich möchte sie angehen.

Schritt für Schritt. Mit einem klaren Plan. Mit Verantwortung für unser Eigentum. Und mit dem Anspruch, dass unsere Stadt auch in zehn und zwanzig Jahren noch gut aufgestellt ist.

Dafür stehe ich.